Kommentar-Spam und Trackback-Spam

Diese Woche bei webmasterfriday geht es um das Thema „Kommentar-Spam und Trackback-Spam„. Eine Auseinandersetzung mit diesem Thema trifft wohl jeden Blogger.

Spam?

Als Kommentar-Spam versteht man manuelle oder automatische Kommentare zu Blog-Artikeln, die nur zu SEO-Zwecken verfasst werden. In diesem Zusammenhang möchte ich allerdings eine besonders weit gefasste Definition von SEO verwenden: Alles, was der verlinkten Webseite helfen könnte 😉

Trackback-Spam entsteht, wenn von einer Seite mit dubiosem Inhalt oder reinen Link-Seiten auf einen Blog-Artikel verlinkt wird.
Bei sowas kann ich meist nur den Kopf schütteln – welcher Blogger schaut nicht auf die Seiten, die auf ihn verlinken?
Offenbar genug – sonst wäre diese Art des Spammings wohl nicht erfolgreich und wäre schon längst „ausgestorben“.

Die meisten Formulare auf Webseiten werden mit Spam-Einträgen zugeworfen. Blogs sind da keine Einzel-Erscheinung. Wer mag, sucht mal nach solchen Gästebüchern oder Foren. Unmoderiert sind viele richtige Müllhalden geworden. Leider trifft das auch auf manche Blogs zu – aber da ist die Wahrscheinlichkeit meist höher, dass der Blogger die Einträge entfernt. Die Spammer legen selbst vor so manchem Kontaktformular keinen Halt ein.

Blog-Software

Das Schöne an WordPress ist, dass man als Admin die Voreinstellungen treffen kann, wie Kommentare behandelt werden können.
Man kann Kommentare und Trackback automatisch verbieten oder pro Artikel aktivieren und nach einer festzulegenden Anzahl an Tagen automatisch die Annahme weiterer Kommentare und Trackbacks sperren. Diese Voreinstellungen sollte man einmal festlegen und speichern – das sollte schon eine große Hilfe gegen die meisten Spam-Einträge sein.

Es gibt Plugins, die den Umgang mit den unerwünschten Einträgen sehr vereinfachen, z.B. „Akismet“ oder „Antispam Bee“ helfen bei der Bewertung von Einträgen. So hat man als Blogger weniger Aufwand damit.
Weiterhin gibt es die Möglichkeit, Kommentare nur für registrierte Nutzer zuzulassen und die Registration nur für Menschen zu ermöglichen. Damit hat man zumindest die Bots ausgesperrt.
Eine weitere Möglichkeit ist es, ausgehende Kommentar-Links mit „nofollow“ zu kennzeichnen. Das kann u.U. manchen manuellen Kommentar-Spam verhindern, da sich so der Aufwand für einen Blog-Kommentar meist nicht lohnt (aus Sicht des Einträgers).

Aber mit diesen Einstellungen wird WordPress nicht alleine sein – andere Blog-Systeme werden da ähnliche Mechanismen haben.

Meine Erfahrungen

Ich habe festgestellt, dass besonders Artikel mit vielen Links auf andere Seiten von Kommentar-Spam betroffen waren.
Vielleicht hängt das ja damit zusammen, dass die Spammer leichte Ziele suchen. Eine Seite, die bereits auf mehrere andere Seiten verlinkt, könnte eine unmoderierte Seite und damit für Spammer schneller zum Ziel führen.
Auch für Spammer lohnt sich ökonomisches Denken 😉

Meine Messlatte für Kommentare und Trackbacks ist: Nützlichkeit 😉 Der Beitrag muss zum Artikel oder der jeweiligen Diskussion passen und offensichtlich nicht aus SEO-Gründen hinterlassen worden sein, dann finde ich auch Links ok.

In diesem Sinne: viel Spaß beim Bloggen!


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